Naturwissenschaft / Umwelterziehung durch Naturwissenschaft

Ich habe mein Facharbeit zum Thema „Naturwissenschaft im Kindergarten“ geschrieben und wie man dadurch das Umweltbewusstsein fördern kann.

Meiner Meinung nach kann man nur das schützen, was man auch kennt. Deshalb ist es wichtig den Kindern von klein auf beizubringen, woher unser Wasser kommt, für was wir es brauchen und dass wir es nicht verschmutzen oder verschwenden dürfen. Und das ist natürlich nicht nur beim Wasser so. Wasser ist auch wichtig für die Energiegewinnung. Den Kindern soll bewusst gemacht werden, dass auch sie etwas dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen. Kinder können damit nichts anfangen, wenn sie hören „schütze die Umwelt“, sie müssen genau wissen, was sie tun können, um der Umwelt zu helfen und was sie nicht tun dürfen, weil sie der Umwelt sonst schaden würden.

Grundlegende Begebenheiten kann man den Kindern von klein auf erklären und näherbringen. Komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen die meisten Kinder ab dem Vorschulalter. Das heißt natürlich nicht, dass man den kleineren Kindern nicht versuchen soll, Naturwissenschaften näher zu bringen.

Es ist wichtig, dass man das Interesse schon ganz früh fördert. Kinder lernen leichter, wenn sie sich für Dinge interessieren. Das Gehirn der Kinder ist mit 5 – 6 Jahren so weit entwickelt, dass sie naturwissenschaftliche Experimente verstehen und nachvollziehen können. Das zeigt z. B. der Umschüttversuch von Piaget. Der besteht darin, dass Kinder Wasser aus einem hohen schmalen Behältnis in ein kleineres breiteres schütten und so der Wasserspiegel sinkt. Jüngere Kinder sind der Ansicht, dass das Wasser weniger geworden ist. Ältere verstehen schon, dass die Menge des Wassers gleich geblieben ist und dass das Wasser nur auf Grund der Glasform eine andere Füllhöhe hat.

Zum Thema Natur gehört für mich auch, die Kinder auf Pflanzen, Tiere und Dinge aus der Natur/Umwelt aufmerksam zu machen. Tiere wie Käfer können in Lupengläsern genau betrachtet werden und danach wieder in die Freiheit entlassen werden. Blätter können im Herbst gepresst werden, um mit ihnen zu basteln. Im Frühling werden Blumen angepflanzt und dann beobachtet, wie sie wachsen. Im Herbst werden die selbst gezogenen Tomaten geerntet und zusammen gegessen. Tiere brauchen den Wald um zu leben, wenn wir Menschen ihn abholzen, haben die Tiere kein Zuhause mehr. Diese und noch viel mehr Dinge sollen den Kindern bewusst gemacht werden.

Wenn sie nicht jetzt lernen, wie man mit seiner Umwelt umgeht, werden sie es nie lernen. In der 5. Klasse mit Biologie, Physik und Chemie anzufangen ist zu spät. Da haben die Kinder heutzutage andere Probleme als ihre Umwelt. Wenn aber das Interesse an solchen Phänomenen von klein auf gefördert wird, wird es in der Schulzeit nicht auf einmal weg sein.

Es ist sehr faszinierend, wie sehr sich Kindergartenkinder für Naturwissenschaften interessieren. Mein Projekt lief jeden Montag für eine halbe Stunde, um die Kinder nicht zu überfordern. Und die Kinder freuten sich jedesmal sehr darauf und konnten danach erstaunlich viel wiedergeben. Sie werden sensibilisiert und werden besser auf ihre Umwelt aufpassen. Das fängt bei kleinen Dingen an, wie z. B. den Wasserhahn nicht auf zu lassen oder keine Tiere zu zertreten. Kinder sind unsere Zukunft.

Eingetragen von: jenny am 21.10.2007 - 18:43:03
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